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Verschiedene Artikel

Warum sind Welpen so teuer?
Hundezucht Hobby, Liebhaberei oder Profession?
Hilfe, mein Hund frisst nicht!
Welpenkauf
Leckere Hundekekse - selbst gemacht, ein Versuch lohnt sich!

Wenn sie einen dieser Artikel auf ihrer eigenen Webseite veröffentlichen möchten,
schreiben sie mir bitte eine Mail, ich schicke ihnen den Text gerne zu.

Warum sind Welpen teuer?
(© Sonja Winkelbauer - Padma Sambhava Lhasa Apso)

“Wie bitte? Ein Welpe soll soviel Geld kosten?“, schimpft ein Anrufer.
Der nächste fragt nach, ob es nicht Welpen ohne Papiere, aber dafür billiger zu kaufen gibt!
Solche Anrufe gehören zum Züchteralltag, hier muss man dem Interessenten doch einiges erklären.

Eine verantwortungsvolle Hundezucht erfordert einen hohen finanziellen und zeitintensiven Einsatz. Der Züchter muss im Vorfeld bestimmte Voraussetzungen und Auflagen erfüllen, um Mitglied in einem zuchtbuchführenden Hundeverband zu werden, damit seine Welpen auch entsprechende Ahnentafeln erhalten können.
Bevor der Züchter überhaupt einen Wurf verkaufen kann, hat er einiges an Vorleistung erbracht. Dazu gehören der Kaufpreis einer Zuchthündin, Meldegebühren für Ausstellungen, Kosten für Ankörung, Hüftröntgen, Augenuntersuchung, Deckgebühr, Tierarztkosten, Gebühren für Wurfabnahme und Ahnentafeln, artgerechte hochwertige Ernährung, Entwurmungen, Impfungen und schließlich die Aufzucht der Welpen.
Unter Umständen kann eine Krankheit, ein Unfall oder eine lebensrettende Operation eines Hundes mehrere tausend Euro an Tierarzt-Kosten verursachen.
Zur Ahnentafel: "Echte Papiere“ sollen wahrheitsgemäße Angaben enthalten, die weltweit anerkannt sind. Da aber jeder Hundezüchter und jeder Rassehundeverein Ahnentafeln ausstellen kann, besteht der derzeit einzige Schutz für den Hundekäufer darin, dass die Ahnentafel des Hundes mit den Emblemen des jeweiligen Landes (in Österreich des ÖKV-Österreichischer Kynologenverband) und der F.C.I. (Fédération Cynologique Internationale) versehen ist. Eine Ahnentafel mit dem Siegel der F.C.I. garantiert zwar, dass der Züchter sich an eine strenge Zuchtordnung hält, seine Zucht kontrolliert wird, dass die Würfe protokolliert und besichtigt werden, trotzdem sollte sich der Hundekäufer ein genaues Bild über den Züchter und die Aufzucht seines zukünftigen Welpen machen.
Aufgrund gesetzlicher Vorschriften müssen Hunde Haftpflicht versichert sein. Ein Züchter hat mehr als einen Hund und daher auch mehr Ausgaben für Haftpflicht und Hundesteuer. Die Höhe der Hundesteuer unterscheidet sich erheblich, gewöhnlich ist die Hundesteuer am Land niedriger als in der Stadt.

Vorsicht beim Hundekauf ist geboten, wenn:

- ein Züchter gleich mehrere Rassen anbietet

- Welpen weit unter dem für die Rasse üblichen Preis angeboten werden

- der Welpe günstiger angeboten wird, wenn Sie auf Papiere verzichten würden

- Wo man Ihnen keine Papiere vorlegen kann (Impfpässe der Welpen, Papiere der Eltern, Zuchtzulassung, Befunde d. Elterntiere usw.)

- der Verkäufer den Hund nicht selbst gezüchtet hat

- die Mutterhündin nicht zu besichtigen ist

- der Welpe bei Übergabe unter acht Wochen alt ist

- der Welpe auf einem Parkplatz oder Ähnlichem übergeben werden soll

-Welpen und Mutterhündin ausschließlich im Zwinger oder gar im Käfig leben

- ein Welpe Durchfall hat, abgemagert und allgemein ungepflegt ist

- ein Welpe extrem ängstlich und müde ist,

- Hunde im Internet per Mausklick "ins Hundekörbchen" angeboten werden.

Hunde zum "Schnäppchenpreis" besitzen selten Papiere eines anerkannten Zuchtverbandes.
Die Welpen stammen meist von Hinterhof-Vermehrern oder aus illegalen Auslands-Importen. Es wurde bei der Verpaarung der Elterntiere keinerlei Wert auf Gesundheit, Wesensfestigkeit, Sozialisation und andere züchterische Aspekte gelegt. Die Mutterhündin fristet ihr trauriges Leben als Welpen-Wurfmaschine und ihre Welpen werden weder entwurmt noch vorschriftsmäßig geimpft.
Der Kauf eines Welpen zum Dumping-Preis kann dem Welpenkäufer teuer zu stehen kommen. Hohe Tierarztrechnungen und oft ein viel zu kurzes, durch Krankheit schwer beeinträchtigtes Hundeleben, sind keine Seltenheit.
Verzichten Sie - auch wenn es schwer fällt - auf Mitleidskäufe! Sie helfen dabei mit, unseriösen Hundehändlern das Geschäft zu verleiden und leisten damit einen echten Beitrag zum Tierschutz.
Wer sich mit Hunden, artgerechter Haltung und dem enormen Aufwand des Züchters näher beschäftigt, weiß, warum Welpen aus seriösen Zuchten nicht zu“ Billig-Preisen“ den Besitzer wechseln können.

© Sonja Winkelbauer - Padma Sambhava Lhasa Apso
(erschienen in der Klubzeitung des ÖTH Dezember 2005)

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Hundezucht Hobby, Liebhaberei oder Profession?
(© Sonja Winkelbauer - Padma Sambhava Lhasa Apso)

Hobbyzucht, Liebhaberzucht – diese Bezeichnungen sind geläufig,
aber ist verantwortungsvolle Hundezucht nicht mehr?

Um sich mit diesem Thema zu beschäftigen, ist zunächst eine Begriffsbestimmung erforderlich. Als Definition für Hobby findet man im Lexikon folgendes:

Hobby: Beschäftigung, der man in seiner Freizeit (aus Interesse oder als Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit) nachgeht, Liebhaberei, Steckenpferd…...

Liebhaberei: Beschäftigung (mit einer bestimmten Sache) in der Freizeit, Steckenpferd, Hobby; das Fotografieren, Briefmarkensammeln ist eine Liebhaberei; etwas (nur) aus Liebhaberei tun, nicht beruflich und für Geld, sondern nur aus Freude an der Sache in der Freizeit….

Profession: gelernt, gekonnt, effizient, klare Strukturen und erfolgreich funktionierende Mechanismen, professionell….

Demgegenüber stehen die entsprechenden Definitionen für Hundezucht mit allen Erfordernissen des Tierschutzgesetzes und der Zuchtbestimmungen des jeweiligen Zuchtverbandes.

Hundezucht setzt zunächst einmal Hundehaltung voraus. Hundezucht und Hundehaltung können nicht mit Briefmarkensammeln verglichen werden. Hier handelt es sich um Lebewesen, die rund um die Uhr betreut, versorgt, beschäftigt, trainiert, bewegt, gepflegt und artgemäß gehalten werden müssen.

Schaffung, Pflege und Erhaltung der verhaltensgerechten Unterbringung (bestenfalls eigener Grund und Boden, Haus, Welpenaufzuchtsraum, Auslauffläche, Freigelände) müssen gewährleistet sein.

Eine Betreuungsperson ist für Kontakt, Ansprache, Zuwendung, Körperkontakt, Sozialisation. Pflege, Instandhaltung, Hygienemaßnahmen und Reinigung von Welpenaufzuchtsraum, Wurfkiste, Auslauffläche erforderlich.

Hinzukommen für einen Züchter die Verpflichtungen, die sich aus einer verantwortlichen Hundezucht ergeben.

Hundezucht definiert sich wie folgt:

Hundezucht ist die planmäßig durchgeführte Verpaarung von Rassehunden, die einem bestimmten Zuchtziel (z. B. Körperbau, Leistung, Gesundheit u. a.) entsprechen, in der Erwartung, dass die gewünschten Eigenschaften und Merkmale sich in den Nachkommen vererben bzw. verbessern.

Zucht setzt ein definiertes Ziel voraus, das die Auswahl der bestmöglichen Zuchtpartner einschließt. Dafür werden von vielen Züchtern große Anstrengungen unternommen, die weit über das Übliche hinausgehen: Zuchttiere werden ohne Rücksicht auf Entfernungen und Kosten eingesetzt, Züchter reisen mit ihren Hunden zu Ausstellungen quer durch Europa, ein reger Austausch über die Landesgrenzen findet statt, um jede Chance einer Zuchtverbesserung zu nutzen.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, muss sich der Züchter ein umfangreiches Wissen aneignen, das über Hundeverhalten, Genetik, Erbkrankheiten, Entwicklung, Umwelteinflüsse, Geburt, Aufzucht, Sozialisation, Ernährung, Gesundheit und Gesundheitsprophylaxe, Zuchtverfahren, Zuchtwahl und umfangreiche Rassekenntnisse in der Haltung weit hinaus geht. Dazu zählen auch Besuche von Züchterseminaren, Ausstellungen im In-und Ausland, das Studium der Ahnentafeln, Zuchtbücher und kynologischer Artikel, Fachbücher und der Austausch von Erfahrungen mit langjährigen, erfolgreichen Züchtern. Hinzu kommen Kenntnisse der klubinternen Vorschriften und Zuchtbestimmungen. Auch sollte der Züchter über sehr gute Menschenkenntnis verfügen, bzw. sich aneignen, um für seine Hunde die besten Besitzer zu finden.

Dazu muss der Züchter tätig werden durch: Beratung, Präsentation, Absatz, Auswahl, Betreuung, Verkauf, Nachsorge, Werbung.

Beratung lässt sich durch Telefonate, Korrespondenz (meist per Email), persönliche Gespräche mit Interessenten, Erstellen und Übermitteln von Informationsmaterial realisieren.

Präsentation der Zuchtstätte und Hunde erfordert Einladungen von Hundeinteressenten, Rassepräsentationen auf Messen usw.

Absatz bedeutet aus der Anzahl der Interessenten die bestmöglichen Kandidaten auszuwählen, dem der Züchter einen Welpen anvertrauen möchte und von dem er überwiegend überzeugt ist, dass der Welpe dort auch bis an sein Lebensende bleibt. Dazu sind das persönliche Kennen lernen, intensiver Gedankenaustausch, gemeinsame Spaziergänge mit den Hunden und ggf. wiederholte Besuche notwendig.

Betreuung bis zum Abgabealter der Welpen wird durch mehrmalige erneute Besuche des künftigen Welpenbesitzers erreicht, der sich mit seinem Welpen näher vertraut machen und die Entwicklung und Aufzucht persönlich verfolgen kann. Ist es Welpeninteressenten nicht möglich, die Welpen vor dem Abholtag persönlich zu sehen, wird er sich über regelmäßiges Bildmaterial freuen. Zusätzlich Ratschläge für Eingewöhnung, Welpen-Erziehung, Welpenprägungstage, Fütterung, Impfprophylaxe, Literaturempfehlungen.

Verkauf ist mit der Abholung des Welpen gekoppelt, was wiederum den Besuch des Welpenbesitzers und vorerst abschließender Beratung mit Tipps und Ratschlägen für die problemlose Eingewöhnung, Stubenreinheit und Fütterung usw. einschließt. Es folgen ein Vertragsabschluß und die Unterzeichnung des Kaufvertrags mit Geldübergabe. Die Abgabe sollte mit Futter- und Erstversorgung des Welpen mit Halsband, Futter, Spielzeug und einer schriftlichen Broschüre verbunden sein, in der alle besprochenen Ratschläge zu Hause noch einmal nachgelesen werden können.

Nachsorge erfolgt durch Rückmeldung des Hundebesitzers über den Zustand und das Verhalten des Welpen, reicht über Hilfestellung bei eventuellen Schwierigkeiten und Problemlösungen, beinhaltet einen oder mehrere erneute Besuche mit der Vorstellung des Junghundes, um seinen Entwicklungszustand zu prüfen, bis hin zur Weitervermittlung und Rücknahme des Hundes, sollten sich unvorhersehbare Umstände beim Besitzer ergeben, die eine Haltung des Hundes unmöglich machen. In besonderen Fällen erstreckt sich Nachsorge auch auf die Anleitung, Ausbildung und Beratung des Besitzers, der mit seinem Hund Ambitionen für den Hundesport oder die Hundezucht entwickelt.

Werbung : Sie wird in der Regel durch Ausstellungserfolge, Titel, Championate, Anzeigen, eigener aussagekräftiger und aktueller Website und eventuell auch eigenen Publikationen erfolgen.

Hundezucht in diesem Sinne durchgeführt, hat nichts mehr mit einem Hobby zu tun. Allein der Zeitaufwand sprengt den Rahmen der Freizeitaktivitäten. Hundezucht setzt Professionalität voraus, d.h. Können und Versiertheit, somit überschreitet verantwortungsvolle Hundezucht die Grenzen eines Hobbies und ist mehr, nämlich Profession, Berufung, Arbeit und Dienstleistung .

© Sonja Winkelbauer - Padma Sambhava Lhasa Apso
(erschienen in der Klubzeitung des ÖTH Juli 2005)

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"Hilfe, mein Hund frisst nicht"
(© Sonja Winkelbauer – Padma Sambhava Lhasa Apso)

Hat man einen schlechten Fresser, dann hat man sicher schon „alles“ probiert. Ich habe eine solche Hündin, bei der ich schon ziemlich verzweifelt war, tagtäglich der gleiche Kampf, bei dem ich immer der Verlierer war und meine Nerven mehr als angespannt waren.

Vor lauter Probieren von neuen Futtersorten hätte ich mit der Vielfalt bald ein Geschäft aufmachen können, die Sortenvielfalt findet man sicher nirgends.

Aber was hat mein Hund während seiner "Laufbahn" als "schlechter Fresser - durch sein Verhalten und meine falsche Reaktion darauf "gelernt":

Wenn ich keine Lust auf mein Futter habe, dann gibt es spätestens am Abend ein Leckerlie , weil "Frauchen" herauszufinden will, ob ich überhaupt noch etwas fresse oder vielleicht krank bin! Weil "Frauchen" sich Sorgen macht, dass ich nicht genug fresse, gibt es morgen oder übermorgen sicher etwas ganz besonders Leckeres! Man muss nur lange genug abwarten können ....

Das klingt zwar etwas komisch auf den ersten Blick, trifft aber den Kern der Sache!

Denn je mehr wir uns bemühen, um so anspruchsvoller wird unser Hund!!!

Das ist auch alles zu verstehen, aber wie komme ich aus diesem "Teufelskreis" wieder heraus?

Hier nun Tipps, mit denen sie bei konsequenter Durchführung eine erfolgreiche "Umerziehung" in wenigen Tagen erreichen können:

Auswahl eines hochwertigen Alleinfutters, natürlich unter Berücksichtigung von Alter und Leistungsanspruch.

Benötigte Futtermenge pro Tag in Erfahrung bringen (die individuelle Futtermenge, d.h. was der Hund im konkreten Fall pro Tag braucht, kann durchaus weniger sein, als auf der Verpackung angegeben ist und muss "ausprobiert" werden!)

Das Futter zu festen Zeiten in (1–) 2 Portionen anbieten (möglichst nach Aktivitäten, da der Hund dann Appetit hat).

Wenn der Hund nicht gleich ans Futter geht, nach 5 Minuten konsequent den Napf bis zur nächsten Fütterungszeit wegstellen!

Es gibt nichts nebenher! (Allenfalls "winzige Mengen" - bitte wörtlich nehmen

und zwar möglichst nur noch als "Belohnung" für "erbrachte Leistungen.“

Tritt wieder eine Phase von "Futterverweigerung" ein, so heißt es: "Konsequenz zeigen!" Auch in der "freien Natur" ist dem Jäger nicht jeden Tag das Jagdglück hold und deshalb solche Fastentage keine Seltenheit. Und auch wenn es "roh" klingen mag: Es ist noch nie ein Hund neben dem gefüllten Napf verhungert!

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass es nicht gut für unseren Hund sei, immer dasselbe Futter vorgesetzt zu bekommen, bzw. dass er nicht ein Leben lang den gleichen Geschmack möchte. Ein hochwertiges Alleinfutter - ausgewählt nach Alter und Leistung des Tieres - vermag den speziellen Bedarf unseres Hundes optimal zu decken! Um den gleichen Effekt beispielsweise beim "Selberkochen" zu erreichen, erfordert es wirklich präzise Berechnungen der Mengen an erforderlichen Vitamine, Mineralien und Spurenelementen.

Wir müssen wissen, dass unser Hund zwar schon seit langer Zeit ein Haustier ist und von uns oft wie ein Familienmitglied angesehen wird, dass aber selbst der niedlichste kleine Hund - so unglaublich es erscheinen mag - in vieler Hinsicht noch Bedürfnisse und typische Verhaltensweisen seiner "wilden" Verwandten zeigt. Wir sollten das nicht vergessen, sondern darauf Rücksicht nehmen!

Wenn Sie diese Tipps konsequent beherzigen, wird Ihr Hund in Kürze verstanden haben,

dass es Futter nur noch zu relativ festen Zeiten gibt.

dass er erst bei der nächsten Fütterung wieder etwas bekommt, wenn er sein Futter nicht gleich annimmt.

dass es zwischendurch nicht genug Leckerlie gibt, um davon satt zu werden.

dass eine "Hungerkur" bei seinen "Menschen" keine verzweifelten Bemühungen mehr nach sich zieht.

Auf jeden Fall ist es auch möglich, dass ihr Hund krank ist und deshalb nicht frisst, sie können es aber sicher gut einschätzen, ob sie der Hund nur an der Nase herumführt oder nur einmal nicht frisst, weil es ihm nicht gut geht.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Durchhaltevermögen!

Teilen sie mir ihre Erfahrungen mit, ich werde sie hier unter Namensangabe gerne veröffentlichen! Email

© Sonja Winkelbauer – Padma Sambhava Lhasa Apso

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Tipps für den Welpenkauf
(© Sonja Winkelbauer – Padma Sambhava Lhasa Apso)

Als verantwortungsvoller Züchter lege ich großen Wert darauf, meine liebevoll großgezogenen Welpen nur an gute Plätze, wo sie auch ein Hundeleben lang glücklich und zufrieden leben können, abzugeben. Deshalb möchte ich Ihnen noch ein paar Dinge in Erinnerung rufen, die für eine glückliche Gemeinschaft zwischen Mensch und Hund unumgänglich sind:

Haben Sie bedacht, dass Ihr neuer Freund nicht nur für wenige Tage oder Wochen bei Ihnen ist, sondern dass die Lebenserwartung eines gesunden Hundes im Durchschnitt 12 bis 16 Jahre beträgt? Lässt sich das mit Ihren Lebensumständen vereinbaren, haben sie auch in 10 oder 15 Jahren noch genügend Zeit für ihn?

Wenn Sie den Hund für Ihr Kind kaufen: Was wird in 10 oder 15 Jahren sein? Wird Ihr Sohn oder Ihre Tochter studieren, vielleicht verheiratet sein, vielleicht im Ausland leben, ist geklärt wer sich dann um den Hund kümmert?
Haben sie in Ihrer Wohnung genug Platz, dürfen Sie in Ihrer Wohnung überhaupt einen Hund halten?

Werden Sie auch dann noch Freude am Hund haben, wenn in einiger Zeit vielleicht auch ein Kind kommt?

Ist Ihr Lebenspartner, bzw. Ihre ganze Familie mit Ihrer Entscheidung einverstanden? 

Sind Sie bereit Ihre Urlaubspläne auch den Bedürfnissen des Hundes anzupassen, oder wenn nicht, haben Sie auch jemanden bei dem der Hund die Urlaubszeit verbringen kann ohne seelischen Schaden zu nehmen?  

Sind Sie bereit die Kosten für artgerechte Ernährung (ein Hund ist kein Müllschlucker), Tierarztkosten, Versicherung, Hundeabgabe und Zubehör zu tragen?  

Sind sie bereit, sich mit der Hundeseele vertraut zu machen, etwas über die Rasse und deren Verhalten, bzw. Bedürfnisse zu lesen und zu lernen?   Sind Sie bereit Ihren Hund auch  zu erziehen, sodass er sowohl in der menschlichen Gesellschaft als auch mit seinen innerartlichen Beziehungen zurechtkommt?

Sind sie bereit täglich Spaziergänge zu unternehmen, bei jeder Witterung?

Wenn Sie all das mit einem klaren JA beantworten können steht einer neuen, wunderbaren Freundschaft nichts mehr im Wege.

WO SOLLTEN SIE KEINEN HUND KAUFEN?

Bei Billighändlern aus dem ehemaligen Ostblock! Diese Hundehändler bieten ihre Welpen in diversen allgemeinen Inseratplattformen im Internet ( Kijiji) oder in Inseratenzeitungen wie Fundgrube oder Bazar an.

Hunde zum "Schnäppchenpreis" besitzen selten Papiere eines anerkannten Zuchtverbandes.
Die Welpen stammen meist von Hinterhof-Vermehrern oder aus illegalen Auslands-Importen. Es wurde bei der Verpaarung der Elterntiere keinerlei Wert auf Gesundheit, Wesensfestigkeit, Sozialisation und andere züchterische Aspekte gelegt.

Die Mutterhündin fristet ihr trauriges Leben als Welpen-Wurfmaschine und ihre Welpen werden weder entwurmt noch vorschriftsmäßig geimpft.
Der Kauf eines Welpen zum Dumping- Preis kann dem Welpenkäufer teuer zu stehen kommen. Hohe Tierarztrechnungen und oft ein viel zu kurzes, durch Krankheit schwer beeinträchtigtes Hundeleben, sind keine Seltenheit.


Wo man Ihnen gerade einen Hund zeigt, und keine Mutter sichtbar ist, ohne dass es dafür einen beweisbaren Grund gibt.

Wo man Sie nicht ins Haus oder die Wohnung lässt

Wo man Sie nötigt, sich sofort zu entscheiden.

Wo sich die Welpen vor Ihnen verkriechen, obwohl sie Zeit hatten sich mit der Situation anzufreunden, Sie vorsichtig zu beriechen, u.s.w. Auch wenn nicht alle Welpen gleich zugänglich und Fremden gegenüber manchmal etwas vorsichtig sind, im Grunde sind Welpen neugierig und freundlich. Natürlich muss man bedenken, dass es auch Ruhephasen gibt, hier sollte man sich bei der Besichtigung oder beim Besuch nach dem Zeitplan des Züchters halten.

Wo man Ihnen Welpen mit verklebtem, übel riechendem Fell präsentiert.

Wo man Ihnen keinen erwachsenen Hund zeigen kann.

Wo die erwachsenen Hunde ungepflegt und verschreckt wirken.

Wo man Ihnen keine offizellen ( mit Emblem der FCI und in Österreich des ÖKV) Papiere vorlegen kann. (Impfpässe der Welpen, Papiere der Eltern, Zuchtzulassung, Befunde d. Elterntiere, u.s.w.)

Wo Sie das Gefühl haben, mit dem Welpen stimmt etwas nicht.

KAUFEN SIE NIE AUS MITLEID! Wenn Sie es dennoch tun, haben Sie zwar einem Hund ein gutes Zuhause gegeben, aber für viele weitere arme Wesen Platz geschaffen.

... UND WO KAUFEN SIE IHREN WELPEN ODER JUNGHUND?

Beim Züchter, der zu folgendem bereit ist:

  • Nur mit gesunden und wesensfesten Elterntieren zu züchten.

  • Sich bestimmten Zuchtvorschriften unter zu ordnen, die dem Wohle der Rasse dienen. Diese Zuchtvorschriften werden bei  Zusammenkünften und Gesprächen gemeinsam mit Züchtern, namhaften Tierärzten, Ausbildnern und Kynologen erarbeitet und schriftlich festgelegt. 

  • Seine Zuchtstätte und seine Zuchttiere, sowie seine Welpen regelmäßig kontrollieren zu lassen.   

  • Sie in seine Zuchtstätte, (Räumlichkeiten welche die Hunde betreffen) und die Papiere seiner Zuchttiere Einblick nehmen zu lassen.

  • Ihnen beim Welpenkauf den gesamten Wurf zeigt und natürlich auch die dazugehörende Mutter. 

  • Der sich Zeit für Sie nimmt, Ihre Fragen beantwortet, auch wenn diese zu einem ausführlichen Gespräch führen.

  • Der auch die Probleme seiner Hunde nennt, und offen über Vor- und Nachteile jedes Welpen spricht. (Es gibt keine fehlerlosen Welpen und kein Züchter der Welt kann bei einem 9 Wochen alten Welpen  im Detail vorhersagen, wie er sich entwickeln wird).

  • Der Ihnen auch die Möglichkeit gibt, „Ihren" Welpen mehr als einmal zu sehen, ehe Sie ihn mit nach Hause nehmen. 

  • Ihnen auch nach dem Kauf mit Rat und Tat zur Seite steht.

© Sonja Winkelbauer – Padma Sambhava Lhasa Apso

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Design© by Padma Sambhava Lhasa Apso                 Last update:18.07.2010